Wolf Hoffmann (1898–1979) war ein deutscher Maler, Radierer und Hochschullehrer, der über mehrere Jahrzehnte zu den eigenständigen Stimmen der Berliner Kunstszene gehörte. Nach einem Studium der Bildenden Kunst – unter anderem in Berlin – lebte und arbeitete er rund 45 Jahre in der Hauptstadt, wo er ab 1950 als Professor für Radierung und Grafik an der Hochschule für bildende Künste in Berlin-Weißensee lehrte und eine ganze Generation von Grafikern prägte. Sein Œuvre umfasst Ölmalerei, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik; immer wieder kehrte er zu phantasievoll verfremdeten Garten- und Landschaftsszenen, Stillleben und symbolhaften Figurenkompositionen zurück, in denen sich konkrete Naturbeobachtung und poetische Abstraktion durchdringen. Charakteristisch sind die ornamental rhythmisierte Flächenaufteilung, eine oft grafisch betonte Linie und eine Bildsprache, die zwischen kubistisch beeinflusster Strukturierung und spielerisch-märchenhaften Motiven oszilliert. 1978 würdigte die Berliner Galerie Pels‑Leusden Hoffmanns Lebenswerk mit einer großen Ausstellung zu seinem 80. Geburtstag, in der Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Graphik seine stilistische Spannweite von frühen Landschaften bis zu späten abstrahierten Kompositionen sichtbar machten.